US RAILS - SOUTHERN CANON
US RAILS - Southern Canon
VÖ: 13.01.12
Label/Vertrieb:Blue Rose Rec. /Soulfood Music
Presse/Online: Olli
Die Supergroup auf dem Blue Rose-Label ist soeben dabei, nicht mehr nur als vorübergehendes Phänomen in die Rock-Geschichte einzugehen, sondern ihre wachsenden Anhänger längerfristig zu begeistern und den besonderen Kultstatus weiter auszubauen. So steht nach etlichen Aktivitäten in den Staaten bereits für Januar/Februar 2012 eine weitere Tour bei uns auf dem Programm und mit Southern Canon erscheint dazu rechtzeitig ihre brandneue zweite CD, die eindrucksvoll beweist, wie eng die fünf Protagonisten Ben Arnold, Tom Gillam, Joseph Parsons, Scott Bricklin und Matt Muir mittlerweile zu einem kreativen Team verschmolzen sind. Gleich zu Beginn des neuen Jahres bekommt die stets hungrige Americana-Gemeinde also schon mal einen richtig fetten Brocken vorgesetzt - so gehaltvoll angereichert mit bestem Folk Rock und fetzigem Rock'n Roll, dass sie davon lange zehren kann!
Bereits seit einigen Jahren kursierte der Name US Rails durch die gut informierten Folk/Roots/Rock-Zirkel. Eine neue kleine Supergroup mit bekannten Singer/Songwritern hatte sich in der Szene von Philadelphia zusammengefunden, erste Konzerte sorgten für Aufmerksamkeit. Spätestens nach einer unvergessenen Stippvisite im Dezember 2009 bei der Blue Rose Christmas Party in der Blues Garage in Isernhagen stand auch für hiesige Fans fest, welches Talent und Potenzial diese Formation besitzt. Zur Bestätigung folgte das selbstbetitelte Debütalbum US Rails im Juni 2010 und eine erste ausgedehnte und allerorten bejubelte Europatour nur wenige Monate später. Dabei hätten es US Rails im Grunde schon belassen können, denn alle fünf Musiker gehen ihren eigenen Karrieren nach, in den meisten Fällen übrigens auch auf Blue Rose! Aber wenn die gemeinsame Inspiration einmal angefacht ist, wenn die Flamme der musikalischen Verbundenheit heftig lodert, wenn in dieser Gruppe noch längst nicht alles gesagt ist, sondern ungebrochen eine geradezu jugendliche Aufbruchsstimmung herrscht, dann muss man einfach weitermachen!
Gleich vier ansonsten eigenständige Künstler (plus Drummer) bilden den musikalischen Verbund von US Rails, mit dem man formal in der Tradition von CSNY bis Traveling Wilburys und - denken wir an ähnliche Fälle auf Blue Rose - von Resentments bis Hardpan steht. US Rails sind direkte Erben von 4 Way Street aus Philadelphia. Es handelt sich dabei zunächst um keinen Geringeren als Joseph Parsons (Acoustic Guitar, Vocals). Der sympathische, mittlerweile in Niedersachsen lebende Singer/Songwriter ist seit 1998 einer der ultimativen Eckpfeiler des Blue Rose Labels. Der Mann mit der warmen, sonoren Stimme, der wie kaum ein anderer den melodischen, sensiblen Folk Rock beherrscht, aber gerade auch live richtig zupacken kann, muss hier natürlich niemandem mehr vorgestellt werden! Allein in 2011 veröffentlichte er sein neuestes Solowerk Hope For Centuries und kürzlich für Blue Rose eine zweite Duoplatte mit seinem Kumpel Todd Thibaud, Transcontinental Voices.
Auch Ben Arnold (Acoustic Guitar, Piano, Organ, Vocals), Scott Bricklin (Bass, Acoustic Guitar, Organ, Vocals) und der häufig gebuchte Studio/Session-Mann Matt Muir (Drums, Percussion, Vocals) waren zuvor bei 4 Way Street. Arnold besitzt sicher die markanteste, weil "rostigste" Stimme und bringt seit 1995 eigene CDs heraus, zuletzt debütierte er in 2010 für Blue
Rose mit dem exzellenten Album Simplify. Multiinstrumentalist, Produzent, Recording Engineer, Sänger und Songwriter Scott Bricklin hat genauso bereits eine lange Strecke hinter sich: die 80er Kultband Bricklin, Martin's Dam, Tourneen mit Joseph Parsons, den Figgs und Graham Parker... Er lebt seit ein paar Jahren in Paris und hat Anfang 2011 ebenfalls sein selbstbetiteltes Debüt vorgelegt. Bei US Rails ist er hauptamtlich am Bass zu hören und als Sänger seiner eigenen Stücke.
Bleibt noch der fünfte Mann übrig: Tom Gillam (Electric Guitar, Slide Guitar, Vocals), auch ein arrivierter Blue Roser der Güteklasse "A" und einer, der schon oft mit Joseph Parsons als Sideman unterwegs war - live und auf Platte. Er stammt aus New Jersey und gelangte über die Philadelphia-Schiene zu den anderen, lebt aber mittlerweile in Austin, Texas. Es sind klar seine instrumentellen Beiträge auf der elektrischen Gitarre, die den rockigen Unterschied bei US Rails ausmachen. Er transportiert den filigranen, harmonisch-melodischen, gerne und meist mehrstimmig gesungenen und mit akustischen Gitarren begleiteten Folk Rock in deutliche Roots Rock-Nähe. Tom Gillam bedeutet Rock'n Roll!
Wie auf US Rails ist auch bei den 13 Tracks von Southern Canon das Team der Star! Aber während wir es beim Vorgänger mit einem über etliche Jahre aufgenommenen und ergänzten Patchwork zu tun hatten, für das zum Teil bereits bekannte Songs bereitgestellt wurden, handelt es sich jetzt um ein eigens initiiertes Projekt mit ausschließlich neuem, exklusiv geschriebenem Material! Eindeutig hörbar bilden die fünf Musiker jetzt eine noch stärkere Einheit - trotz großer räumlicher Trennung und damit verbundener unterschiedlicher Recording-Situationen zwischen Pennsylvania und Deutschland, Paris und Texas. Einfach großartig gelungen ist die Überführung aller individueller Stärken in den gemeinsamen Band-Kosmos! US Rails tragen eine kräftige Handschrift, haben Charakter und versprühen jede Menge Charisma! Selbstverständlich bekommt jeder der vier Frontmänner ganz demokratisch den gleichen Anteil von je drei eigenen Kompositionen, sogar Drummer Matt Muir hat einen Song ('Don't Take Me Now') untergebracht und singt den auch.
Aus diesem sehr flexiblen, komplexen, geschickt gekoppelten Gebilde einzelne Beiträge hervorzuheben, ist fast eine unlösbare Aufgabe, zu gleichmäßig hoch ist das Niveau. Sicher ist der dynamische Opener, Scott Bricklin's 'Heart Don't Lie', eine besondere Nummer, weil dort alle als Leadsänger einzelner Strophen agieren. Auch seine mit einem unwiderstehlichen Chorus ausgestattete Power-Ballade 'Carry Your Weight' hätte alles Potenzial dieser Welt zu einem Hit! Auf 'Same Old You (Same Old Me)' erinnert uns Tom Gillam mal wieder an die längst vergessenen Qualitäten eines Joe Walsh, um auf der abschließenden, von Piano und elektrischer Gitarre geprägten Ballade 'Old Song On The Radio' in den herrlichsten Eagles-Harmonien zu schwelgen. Auf dem semiakustisch/elektrisch rockenden 'Do What You Love' singt Ben Arnold mit seiner Reibeisenstimme in einer Mischung aus Randy Newman und Gary Brooker von Procol Harum, auch das mittelschnelle 'You're My Home' begeistert mit tollem Wechselspiel von Lead & Harmony Vocals und leicht souligem Gospel Flair. Nicht ganz unerwartet beschert uns Joseph Parsons mit dem langsamen, schleichenden 'Take A Long Time' den ruhigsten Moment des ganzen Albums. Dass er natürlich auch ein offensiverer Troubadour sein kann, bestätigt er nachhaltig mit dem einprägsamen 'Night Bird'.
Southern Canon sorgt also für reichlich neuen Stoff und man darf sehr gespannt sein darf, wie er bei der kommenden Tour live umgesetzt wird. Mit soviel US Rails-Aktivität ist der Jahresanfang 2012 schon mal voll gelungen!
25.01. Waldkraiburg, Haus der Kultur
26.01. CH-Watt, Gwölb Music Club
27.01. Wendelstein, Jegelscheune
28.01. Neustadt/Weinstraße, Wirtshaus Konfetti/Wespennest e.V.
29.01. Essen, Kulturzentrum Grend
31.01. Esslingen, Kulturzentrum Dieselstrasse
01.02. Eppstein, Wunderbar Weite Welt
02.02. Woltersdorf, Feuerwache
03.02. Singwitz, Kesselhaus Lager
04.02. Reitwein (near Frankfurt/Oder), Heiratsmarkt
05.02. Zwönitz, Veranstaltungszentrum Wind
07.02. Weimar, Schießhaus
08.02. Neuenkirchen-Vörden, Kulturbahnhof
09.02. Norderstedt, Music Star
10.02. Bordesholm, Savoy Kino
11.02. Hannover/Isernhagen, Blues Garage
17.02. Fürstenwalde, Kulturfabrik
18.02. Lauchhammer, Real Music Club (w/ DEADMAN)
21.02. Heilbronn, Ebene 3




